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Ligafinale in Bühl: TV Bretten zeigt starken Wettkampf, muss aber dennoch den Gang in die Landesliga antreten

Das Ligafinale der Verbandsliga am 28. März in Bühl versprach Spannung bis zum letzten Gerät– und genau so kam es auch. Der TV 1846 Bretten ging nach der Vorrunde von Rang 5 aus ins Finale und startete gemeinsam mit dem TV Obergrombach in einer Riege am Reck. Die Ausgangslage war klar: Da Bretten, Kirchheim und Schwarzwald-Baar punktgleich waren und zwei Mannschaften absteigen, musste mindestens einer der direkten Konkurrenten geschlagen und gleichzeitig Obergrombach auf Distanz gehalten werden, um den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Das dies eine schwierige Aufgabe werden würde, war bereits im Vorfeld abzusehen. Kirchheim und Schwarzwald-Baar hatten sich in den vergangenen Wochen deutlich gesteigert und waren immer sicherer durch ihre Wettkämpfe gekommen. Im Finale kommt zudem ein besonderer Modus zum Tragen: Jede Mannschaft startet pro Gerät nur mit vier Turnern, es gibt keine Streichwertung, dafür aber drei Joker für den gesamten Wettkampf. Mit einem Joker kann eine missglückte Übung ersetzt werden. Das erhöht den Druck, eröffnet aber auch Chancen. Im Finale ist deshalb erfahrungsgemäß vieles möglich.

Bretten startete am Reck und zeigte dort einen guten Durchgang. Alle vier Turner kamen sauber durch ihre Übungen. Dass man am Reck in dieser Liga nicht ganz vorne mitturnt, war im Vorfeld klar, daher ging es hier in erster Linie um Schadensbegrenzung – und genau das gelang.

Am Sprung musste bereits der erste Joker eingesetzt werden. Max-Felix Müller behielt die Nerven und erledigte diese Aufgabe sicher. Der Sprung ist ebenfalls nicht unbedingt ein klassisches Brettener Paradegerät, dennoch konnte man hier zwei Mannschaften hinter sich lassen. Gleichzeitig verlor man durch sehr starke Sprungdurchgänge der direkten Konkurrenz wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.

Am Barren präsentierten sich die Brettener Turner dann sehr stabil und zeigten durchweg saubere Übungen. Diese Stabilität setzte sich an den Ringen fort. Dort erreichte Bretten sogar das drittbeste Mannschaftsergebnis der gesamten Verbandsliga an diesem Gerät – ein wichtiger Baustein im engen Gesamtklassement.

Der Boden entwickelte sich schließlich zum Highlight aus Brettener Sicht. Blitzsaubere Übungen, sichere Landungen und kaum erkennbare Fehler brachten Bretten hier das beste Mannschaftsergebnis aller Verbandsligateams an diesem Gerät ein. In diesem Moment war klar, dass die Mannschaft heute alles aus sich herausholt, was möglich ist.

Am abschließenden Pauschenpferd zeigte sich das Gerät dann allerdings noch einmal von seiner schwierigen Seite. Es musste der zweite Joker eingesetzt werden, und Alexander Hofer hatte sichtbar zu kämpfen und musste das Gerät einmal ungeplant verlassen. Damit gingen dort wichtige Punkte verloren, die im engen Tabellenkeller natürlich besonders weh tun.

Insgesamt zeigte der TV Bretten jedoch einen sehr guten Wettkampf, bei dem tatsächlich nicht viel mehr drin gewesen wäre. Mit 252,9 Punkten erreichte Bretten im Ligafinale den fünften Platz und bestätigte damit auch den Tabellenrang nach der Vorrunde. Positiv ist, dass man den TV Obergrombach mit rund sechs Punkten Abstand hinter sich lassen konnte und sich sogar bis auf einen Punkt an den TV Schiltach heranturnte. Die direkte Konkurrenz aus Kirchheim und Schwarzwald-Baar war an diesem Tag jedoch erneut sehr stark, sodass es trotz eines starken Finales am Ende nicht mehr ganz zum Klassenerhalt reichte.

Damit steht fest, dass der TV Bretten nach dieser Saison den Gang in die Landesliga antreten muss. Mit fünf erreichten Wettkampfpunkten in der Saison und 252,9 Punkten im Ligafinale konnte die Mannschaft dennoch ein deutliches Zeichen setzen und zeigen, dass man in der Verbandsliga durchaus mithalten konnte und nicht fehl am Platz war.

Für ein sportliches Ausrufezeichen sorgte Silas Hittler. Mit 69,9 Punkten wurde er bester Einzelturner und Topscorer der gesamten Verbandsliga, mit rund drei Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten – eine herausragende Leistung. Mit diesem Wettkampf heißt es in Bretten vorerst auch Abschied nehmen von Silas Hittler. Er wird im Spätjahr für den TSV Grötzingen in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Silas, vielen Dank für deinen Einsatz, deine Punkte und deine erfrischende Art. Genieße deinen zweiten, wenn auch sehr frühen Turn-Frühling in Grötzingen. Das ist sportlich wie menschlich ein Verlust, den es in den kommenden Jahren an allen sechs Geräten erst einmal aufzufangen gilt. Die Tür in Bretten steht dir jederzeit offen.

Ein großer Dank gilt den mitgereisten Fans, die mit Trommeln und Tröten für echte Heimkampfstimmung in fremder Halle sorgten, sowie dem TV Bühl für die sehr gute Organisation des Wettkampfs und die hervorragende Verpflegung.

Für den TV Bretten turnten im Ligafinale: Neo Bauder, Silas Hittler, Alexander Hofer, Fabian Hofer, Meo Katz, Christopher Schwarz, Malte Steinhilper, Sven Tränkle, Kevin Weiß

Trainer: Volker Block

Kampfrichter: Tim Hirschmann, Wolfgang Träger, Herbert Wollinger

 



 

Drei Zehntel, viel Gesprächsbedarf und körperliche Auseinandersetzung: Bretten und Obergrombach liefern sich Verbandsliga-Krimi

Nachbericht zum 4. Wettkampf der Verbandsliga

 

Der TV 1846 Bretten hat im dritten Verbandsliga-Wettkampf gegen den TV Obergrombach am 4. Wettkampfwochenende einen ganz wichtigen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Beide Teams gingen mit identischer Ausgangslage in das Duell: jeweils ein Sieg, zwei Niederlagen und damit zwei Zähler auf dem Konto. Ein klassischer Vier-Punkte-Wettkampf also, bei dem man am Ende entweder erleichtert durchatmet oder mit dem Rücken zur Wand steht.

Am Boden starteten beide Mannschaften sehr sauber, die TVB-Turner hatten jedoch leicht die Nase vorn und konnten das erste Gerät für sich entscheiden. Laut offiziellem Nachbericht des TVO zeigten sich hier erste Unterschiede in der Bewertung, faktisch lag die Summe der Differenzen aller Übungen zwischen den beiden Abzugskampfrichtern (E-Kampfrichtern) bei gerade einmal 0,3 Punkten.

 

Auch am Pauschenpferd behielt Bretten knapp die Nase vorn. Im TVO-Nachbericht war später von einem „glücklichen Umstand“ die Rede und davon, es habe keinen Ersatzturner gegeben. Im Falle eines Penaltys stand mit Alex Hofer allerdings ein durchaus erfahrener Turner auf dem Wettkampfbogen, der mit knapp 20 Jahren Erfahrung in der Badischen Turnliga durchaus mit Drucksituationen umzugehen weiß. Erst nach der Bewertung der vier vorherigen Übungen und deren Wertung fiel unmittelbar vor seinem Einsatz die Entscheidung, auf den Start zu verzichten.

 

Richtig hitzig wurde es an den Ringen. Bei der letzten Obergrombacher Übung eskalierte die Diskussion um die Abzüge und sowohl E-Kampfrichter, D-Kampfrichter (Schwierigkeitswert der Übungen), Trainer und Turner des TVO machten ihrem Unmut lautstark Luft und redeten parallel auf Brettens E-Kampfrichter ein. Dass ein E-Kampfrichter mit seinem Gegenüber diskutiert, kommt vor. Dass sich dann auch D-Kampfrichter, Turner und Trainer einmischen, ist eher selten und gemäß den Verhaltensrichtlinien des Code de Pointage sowie der Ordnung der Badischen Turnliga sogar untersagt. In dieser Sache lohnt auch der Blick auf die Fakten.

E1 stellt den Brettener Kampfrichter dar, E2 den des TV Obergrombach. Bei besagter strittiger Übung lagen E1 und E2 um 0,7 Punkte auseinander, erlaubt sind bis zu 1,0 Punkte. Auch die Gesamtsumme der Differenzen zwischen E1 und E2 an den Ringen lag bei 0,1 Punkten und war damit praktisch ausgeglichen. Eine einseitige Bewertung lässt sich hierbei nicht ableiten. Über die Diskussion zur Wertung hinaus forderten einzelne Akteure des TVO das Vorzeigen der Kampfrichterlizenz und sprachen Brettens E-Kampfrichter die Kompetenz aufgrund seines Alters ab – das von Obergrombach in deren Nachbericht eingeforderte Fair Play wurde hier definitiv nicht vorgelebt.

 

Weiter im Wettkampf blieb es ein enger sportlicher Schlagabtausch. Beide Mannschaften agierten komplett auf Augenhöhe und zeigten durchweg sehr saubere und hochwertige Übungen. Am Sprung bestätigte sich das ausgeglichene Leistungsbild. Beide Mannschaften zeigten saubere Sprünge, wobei Bretten das Gerät aufgrund höherwertiger Sprünge knapp für sich entscheiden konnte und damit den vierten Gerätesieg einfuhr.

 

Für den folgenden Barren ließen die vergangenen Wettkämpfe bereits den Schluss zu, dass hier beide Mannschaften auf sehr hohem, weil sauberem Niveau agieren und Nuancen in der Ausführung den Unterschied machen würden. Belohnt wurden die Zuschauer mit sehr sauberen Übungen und dem besten Geräteergebnis beider Mannschaften an diesem Tag. Der TVO hatte dabei leicht die Nase vorn und konnte den ersten Gerätesieg verbuchen. Hierbei sei uns nochmal ein Blick auf die Fakten erlaubt: die Differenz E1 minus E2 bei Obergrombacher Übungen lag am Barren bei -0,8 Punkten, das bedeutet Brettens E Kampfrichter bewertete die Obergrombacher Übungen insgesamt um 0,8 Punkte weniger kritisch als sein Obergrombacher Pendant. Für die Brettener Übungen lag diese Differenz bei -2,7 Punkten.

 

Das abschließende Reck versprach volle Spannung bis zur letzten Übung. Brettens Turner hatten ihre Schwierigkeiten und mussten bei zwei Übungen große Abzüge in Kauf nehmen. Der TVO hingegen konnte im Endspurt auf fünf blitzsaubere Übungen zurückgreifen, wenngleich auch die geringen Abzüge an mancher Stelle nicht ganz nachvollziehbar ausfielen. 0,3 Punkte Gesamtabzug für eine Übung inklusive einfacher Schwungumkehr nach der Kippe ist nun wirklich sehr wenig. Den Schlusspunkt setzte Bretten mit einer sehr hochwertigen Übung von Silas Hittler, der den Wettkampf mit einem gestreckten Doppelsalto mit 1/1 Schraube beendete und damit die letzten entscheidenden Zehntel absicherte.

Erst ganz am Ende stand fest, wie knapp dieser Wettkampf tatsächlich war. Bretten gewinnt mit 258,40 zu 258,10 Punkten und 8 zu 4 Gerätepunkten. Die nicht aufhörenden Diskussionen überschatteten dabei einen durchweg sehr spannenden Wettkampf auf Augenhöhe, bei dem bis zur Siegerehrung nicht klar war, wer als Sieger hervorgeht.

 

Da der TVO einen Einspruch bei der BTL gegen die Wettkampfwertung eingelegt hat, sei hier noch einmal ein Blick auf die Fakten gewährt (es wird ein wenig zahlenlastig):

  1. Die Gesamtsumme der Differenzen E1 minus E2 liegt bei -3,90 Punkten. In Worten: Obergrombachs E2 hat Brettens Turnern 10,70 Punkte mehr abgezogen als Brettens E1, wohingegen Brettens E1 Obergrombachs Turnern 6,80 Punkte mehr abgezogen hat als Obergrombachs E2.
  2. Derer rechnerische Mittelwert aller Differenzen aus E1 minus E2 über den gesamten Wettkampf zeigt keine Auffälligkeit und liegt mit weniger als 0,1 Punkten in einem sehr guten, weil ausgeglichenen Bereich.
  3. In 72,9% aller Übungen wichen E1 und E2 um maximal 0,5 Punkte voneinander ab, lediglich bei 6,8 Prozent der Übungen lag die Differenz zwischen 0,8 und 1,0 Punkten.

Insgesamt wurden die Übungen somit durch beide Kampfrichter sehr ähnlich bewertet, rein faktenbasiert sind keine unfairen Abzüge erkennbar. Einzelne Ausreißer, welche aufgrund der menschlichen Bewertung im Turnsport vorkommen können, haben sich über den Wettkampf hinweg insgesamt ausgeglichen.

 

Des Weiteren möchten wir mit Blick auf die Beschwerde des TV Obergrombach klarstellen, dass das darin angeführte Zitat zur D-Note am Pauschenpferd inhaltlich verkürzt und dadurch missverständlich wiedergegeben wurde. Im Anschluss an den Wettkampf wurde nicht geäußert, der TV Bretten habe „nur vier Turner“ gehabt und das Element sei nur deshalb anerkannt worden, um einen Penalty zu vermeiden.

Die Aussage bezog sich vielmehr auf den Ablauf der Diskussion und die daraus resultierende praktische Konsequenz. Zum Zeitpunkt der Auseinandersetzung war bereits eine Tatsachenentscheidung gefallen. Auf Grundlage dieser verzichtete der TV Bretten unmittelbar vor dem fünften Starter am Pauschenpferd auf dessen Einsatz und meldete diesen beim Kampfgericht ab. Eine nachträgliche Abwertung der betreffenden Übung hätte in der Folge automatisch den Penalty ausgelöst, ohne dass der TV Bretten hierauf noch hätte reagieren können. Genau in diesem Sinne wurde darauf hingewiesen, dass eine Änderung „im Nachhinein“ unter diesen Umständen nicht sachgerecht wäre, weil sie unmittelbar und ohne sportliche Einflussmöglichkeit in die Mannschaftswertung eingegriffen hätte.

Ergänzend ist festzuhalten, dass der D-Kampfrichter des TV Obergrombach im Zuge der Entscheidung ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass jederzeit die Möglichkeit besteht, gegen die Wertung den vorgesehenen offiziellen Protestweg zu nutzen. Dies wurde am Wettkampftag nicht in Anspruch genommen, sondern erst am Folgetag.

 

Zum Thema Fairness und zum Umgang am Kampfrichtertisch möchten wir außerdem festhalten, dass weitere knappe, die D-Note betreffende Entscheidungen im Wettkampfverlauf nicht zugunsten des TV Bretten ausfielen. Im Gegenteil: In mehreren engen Situationen gingen Entscheidungen eher in Richtung TV Obergrombach. Exemplarisch sei vor allem die letzte, wettkampfentscheidende Reckübung von Silas genannt. Hier wies Brettens D-Kampfrichter den Obergrombacher D-Kampfrichter darauf hin, dass kein Flugelement geturnt worden war und die betreffende Elementgruppe damit nicht erfüllt ist, obwohl dieser die Gruppe zunächst notiert hatte. Zu diesem Zeitpunkt war der Ausgang des Wettkampfs vollständig offen.

 

Unstimmigkeiten am Kampfrichtertisch und Emotionen rechtfertigen jedoch in keinster Weise, was sich während des Abbaus zutrug. Ein Turner des TVO stellte erneut Brettens E-Kampfrichter zur Rede, wurde während der Diskussion immer aufgebrachter und beendete dies mit einem körperlichen Angriff, bei dem sich Brettens Kampfrichter nur knapp auf den Beinen halten konnte, aber dennoch mehrere Meter nach hinten stolperte. Fairness im Nachbericht fordern und dabei vergessen, dass ein 23-jähriger Turner mit entsprechender Statur einen über 40 Jahre älteren Kampfrichter beinahe zu Boden stößt, das hat einen ganz eigenen Geschmack.

Ob dieser körperliche Angriff ein Nachspiel hat, bleibt abzuwarten und liegt in den Händen der Leitung der Badischen Turnliga.

 

Um abschließend noch einmal den Bericht auf der offiziellen Homepage des TVO zu zitieren: „Um den Turnsport weiterhin fair ausüben zu können, appellieren wir an das Fair Play am Kampfrichtertisch.“ Wir appellieren hier nicht nur an das Fair Play am Kampfrichtertisch, sondern darüber hinaus auch gegenüber Kampfrichtern, Trainern, Turnern und allen Beteiligten in der Halle. Keine Emotionen rechtfertigen einen körperlichen Angriff auf den Gegenüber.



 

TV Bretten nutzt Kirchheimer Fehlerflut – 252,50 : 242,65 zum Verbandsliga-Start

Der TV 1846 Bretten ist mit einem Auswärtssieg in die Verbandsligasaison 2026 gestartet. Bei der SG Heidelberg-Kirchheim gewann der Aufsteiger aus Bretten am Samstag, 21. Februar, mit 252,50 zu 242,65 Punkten und sicherte sich damit die ersten zwei Wettkampfpunkte. Entscheidend war weniger das ganz große Schwierigkeitsfeuerwerk, sondern das, was Trainer Volker Block vorher angekündigt hatte: „Heute entscheiden Sauberkeit und Abzüge, nicht die Schwierigkeit.“ Und genau so kam es.

Dabei war die Ausgangslage für Bretten alles andere als komfortabel. Alexander Hofer, sonst als Sechskämpfer und Taktgeber fest eingeplant, musste verletzungsbedingt an diversen Geräten passen – ausgerechnet bei der Rückkehr an seine frühere Wirkungsstätte. Bretten ging insgesamt mit knapper Besetzung in den Wettkampf, an einzelnen Geräten standen sogar nur vier Wertungen zur Verfügung: kein Streichergebnis, kein Sicherheitsnetz, alles zählt.

Kirchheim wiederum erwischte einen Tag zum Abhaken. Die Gastgeber erlaubten sich zu viele Fehler, vor allem in Form von Stürzen und groben Abzügen. Bretten turnte dagegen auffallend sauber und sicher, blieb über weite Strecken ohne größere Patzer. So wurde aus einem Duell, das ohne Kirchheimer Sturzserie sehr ausgeglichen und spannend hätte werden können, am Ende eine klare Angelegenheit.

Am Boden begann der Wettkampf noch ausgeglichen (41,80 : 41,80). Danach kippte der Vergleich schrittweise in Richtung des TV Bretten. Am Pauschenpferd setzte Bretten die erste Marke (39,75 : 36,30) und nahm den Gastgebern dort bereits spürbar Punkte ab. An den Ringen blieb Bretten stabil (42,95 : 42,30), ehe am Sprung weiter nachgelegt wurde (43,55 : 42,30). Besonders wertvoll: Bretten kam auch dort ohne größere Fehler durch und konnte sich auf sichere Landungen verlassen.

Die Vorentscheidung fiel schließlich am Barren. Während Kirchheim auch hier nicht zu seiner Linie fand, turnte Bretten sein Programm konzentriert herunter und gewann das Gerät deutlich (44,80 : 40,15). Der Vorsprung wuchs damit vor dem letzten Durchgang klar an. Am abschließenden Reck holte Kirchheim zwar noch einmal knapp ein Gerät (39,80 : 39,65), am Gesamtergebnis änderte das jedoch nichts.

Auch in der Einzelwertung überzeugte der TV Bretten. So setzte sich Silas Hittler mit 66,95 Punkten an die Spitze. Dahinter folgten Max-Felix Müller (58,75) und Meo Katz  (57,80). Silas überzeugte zudem mit mehreren hohen Gerätewertungen und war somit, zusammen mit der insgesamt geschlossenen Mannschaftsleistung, ein Schlüssel für den Auftakterfolg.

Unterm Strich bleibt: Bretten gewinnt mit sauberen, sicheren Übungen. Oder, ganz im Sinne des Trainers: Sauberkeit und Abzüge entschieden den Tag.

Weiter geht es am Sonntag, 1. März mit dem ersten Heimwettkampf gegen die KTG Bodensee. Wettkampfbeginn ist um 14:00 Uhr im Hallensportzentrum im Grüner in Bretten.

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